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Zwei Vereine helfen einem dritten

Jubiläen des VfL Waiblingen und TB Beinstein / Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters zugunsten von „Sonnen-Stunden“

Waiblingen. „Zwei Vereine sagen, wir wollen einen anderen Verein begünstigen!“ Von dieser Idee war OB Andreas Hesky bei seiner Begrüßung vor dem Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters im Bürgerzentrum begeistert. Dessen Erlös wird über den Waiblinger Verein „Sonnen-Stunden“ Familien krebserkrankter Kinder zugutekommen.




„Dieser heutige Abend macht bewusst, dass wir in Waiblingen Vereine haben, die nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf andere schauen.“ Tatsächlich eine großartige Idee der beiden Jubiläumsvereine VfL Waiblingen (150 Jahre) und TB Beinstein (100 Jahre), die unter dem Motto „250 Jahre Sport und Gesundheit“ ihr bürgerschaftliches Engagement bewiesen, indem sie den Erlös des gemeinsam veranstalteten Konzerts des Polizeiorchesters Baden-Württemberg dem Verein „Sonnen-Stunden“ spenden.

Heskys Dank ging denn auch an Monika Koslow, die den Verein aufgrund eigener Erfahrungen mit ihrem an Leukämie erkrankten Kind auf den Weg brachte. „Sie sind eine Lichtgestalt und geben anderen Mut.“ Koslow erklärte in ihrer Ansprache, wie gerade auch Geschwisterkinder von kleinen Krebspatienten unter deren Krankheit mitzuleiden haben. „Mama, du könntest doch was für die tun“, sagte ihr selbst erkrankter Sohn einst zu ihr. So hat sich der Verein „Sonnen-Stunden – Hilfe für krebskranke Kinder und Jugendliche im Rems-Murr-Kreis“ gegründet und es sich zum Anliegen gemacht, der Not in Familien mit erkrankten Kindern etwas entgegenzusetzen. So werden beispielsweise Ausflüge organisiert, bei denen Kinder und Eltern wenigstens für Momente ihre Sorgen vergessen können.




Bezaubernder Internationaler Kinderchor aus Beinstein




Zusammen mit OB Hesky hatte Polizeipräsident a.D. Konrad Jelden die Schirmherrschaft über das Benefizkonzert übernommen. „Wir sind Freund und Helfer mit Musik“, sagte Jelden über das Polizeiorchester und versicherte den Vereinen: „Wir bleiben an Ihrer Seite den Kindern verbunden.“ Und der anrührendste Beitrag zu diesem Konzertabend kam selbst von Kindern , den kleinen Sängerinnen und Sängern des Internationalen Kinderchores aus Beinstein, unter denen sich selbst Patientenkinder befinden.

Unter der warmen Anleitung von Doris Schmidt und Amelie Fischer hielten sie zu Flötenmusik und Pianobegleitung Einzug auf die Bühne und bezauberten mit ihren Liedern, die aus der ganzen Welt kamen. Dabei trällerten sie mit ihren fröhlichen, glockenhellen Stimmchen nicht nur das Lied von „Tante Trude Trippelstein“, sondern waren auch in vielen Sprachen unterwegs. Entwaffnend ihr optimistischer Lied-Refrain zum Schluss: „Hollali, hollala, die Luft ist für uns alle da“. Herzlich langer Applaus und kleine Geschenke gab’s für diesen tollen Chor.

Als „eines der großartigsten Orchester, die Baden-Württemberg geschaffen hat“, kündigte dann der bekennende Fan Konrad Jelden „sein“ Landespolizeiorchester unter der charmant-kompetenten Leitung von Julia Schlag an. Und, hatte er nicht recht? Mit Fanfarenstößen, Pauken und Trompeten eröffnete das sinfonische Blas-Orchester sein Konzert mit Schostakowitschs „Festive Ouverture“. Das überzeugte sofort mit einem glasklaren Sound, in dem jedes Orchesterteil zu einem transparenten Ensembleklang beitrug. Mal schmelzend, mal voller Dynamik und mit großem Witz des Arrangements war das ein triumphaler Konzertauftakt. Und was kann dieses Orchester eigentlich nicht? Es ist in allen Genres der klassischen und populären Musik zu Hause. Ob Schlager, Pop, Rock oder Klassik, auch mit feinsten Virtuosen wissen die LPOler ihr Publikum zu fesseln. Wunderbar etwa in James Barnes „Fantasy Variations“ vor der Pause, in dem mit facettenreicher Klangschönheit ein tolles Solo (etwa von einer sehr bärig grummelnden Tuba) aufs nächste folgte. Ein Hörgenuss für einen guten Zweck zumal.